Beim Libanesen nimmt das Lamm ein Käsebad

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Der Eppendorfer Weg ist gespickt mit Restaurants. Eines, an dem man in Hoheluft oft vorbeischlendert, weil es so unauffällig wirkt, heißt Mansaaf. Dahinter verbirgt sich eine Perle libanesischer Kochkunst. Als Einstieg sind die Vorspeisenteller Mazza zu empfehlen. In sechs bis acht kleinen Schälchen werden unter anderem frische Bohnen mit Koriander, leckerer Humus, Joghurt mit Minze oder Blattspinat mit Zitrone gereicht. Dazu gibt es das libanesische Crêpe-artige Brot (8,50 beziehungsweise 10,50 Euro).

Auf die Hauptspeisen müssen wir ein paar Momente länger warten, in der offenen Küche wird jedes Gericht frisch zubereitet. Die Zeit lässt sich gut mit einer Flasche libanesischen Weißwein (17 Euro) und einer Plauderei mit der freundlichen Serviererin überbrücken. Schnell wird einem hier das Gefühl vermittelt, schon ewig Gast in diesem Restaurant zu sein. Dann wird das Hauptgericht gebracht: Das Mansaaf (14,50), ein zartes Lammrückenfilet in einem Käsebad serviert, zergeht auf der Zunge. Als Beilagen gibt es einen Gemüseteller und aromatischen Zimtreis mit Datteln und Rosinen. Das Hähnchen-Couscous (13 Euro) ist ebenfalls ein kulinarisches Gedicht. Fleisch und Gemüse sind zu einer Art unaufdringlich gewürztem, wunderbar zartem Ragout in Joghurt-Soße komponiert. Die Portionen sind reichlich bemessen und liebevoll zubereitet. Das teuerste Hauptgericht kostet nicht mehr als 15 Euro.

Eigentlich ist kein Platz mehr für ein Dessert. Aber ein Tässchen – kostenloser! – Mokka räumt noch ein kleines Loch für den arabischen Gebäckteller frei, auf dem es süße Köstlichkeiten in mundgerechten Häppchen gibt.

Heinrich Oehmsen

Mansaa: Montag bis Freitag 12-23 Uhr, Sonnabend 17-23 Uhr, Eppendorfer Weg 208, Telefon: 040 / 88 14 98 16

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