Bezirke richten Tempo-30-Zonen nur zögerlich ein

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Die Hamburger Bezirke richten die Tempo 30 Zonen nur zögerlich ein (Symbolbild: picture alliance)

Die Hamburger Bezirke richten die Tempo 30 Zonen nur zögerlich ein (Symbolbild: picture alliance)

Die Einrichtung neuer Tempo-30-Zonen verläuft in den sieben Hamburger Bezirken teilweise schleppend. In Eimsbüttel und Mitte etwa sind noch keine der im Mai vorgeschlagenen neuen Verkehrsberuhigungen verwirklicht worden, während Harburg, der Bezirk Nord und Altona zumindest einige Maßnahmen bereits abschließen konnten. In Bergedorf entschied sich der Hauptausschuss sogar gegen die einzige vorgeschlagene Tempo-30-Zone am Neuengammer Hausdeich und erhöhte die Verkehrssicherheit stattdessen mit Straßenverengung und Aufpflasterung. Hintergrund ist, dass nach zwei Vorschlagsrunden insgesamt 91 zusätzliche Hamburger Straßen mit dem Tempolimit versehen werden sollten. Auf 50 Prozent der 4000 Straßenkilometer darf bereits nur Tempo 30 gefahren werden.

Grund für die teilweisen Verzögerungen sind fehlende Kapazitäten sowie nicht vorhandene Finanzmittel, zumal einzelne Verkehrsberuhigungen baulicher Veränderungen bedürfen. Es reiche oft nicht, Schilder aufzustellen, heißt es in den Bezirksämtern. Überdies genießen die neuen Tempo-30-Zonen nicht überall höchste Priorität.

Wie eine Kleine Anfrage des CDU-Bezirksabgeordneten Christoph Ploß in Nord ergab, hat der Bezirk dort von 16 vorgeschlagenen Tempo-30-Zonen neun umgesetzt. Sechs weitere sollen schrittweise folgen, wobei einige Vorschläge von Experten mit Bedenken quittiert worden sind, andere seien finanziell aufwendig. 100.000 Euro habe der Bezirk jährlich für Umbaumaßnahmen übrig. Eine Straße wurde aus dem Tempo-30-Plan gestrichen.

In Eimsbüttel wurden die elf vorgeschlagenen Straßen eingehend geprüft. „Mit der Emil-Andresen-Straße, dem Lohkoppelweg und dem Grindelhof werden drei Tempo-30-Zonen im kommenden Jahr verwirklicht“, sagt Bezirksamtssprecherin Aileen Röpcke. Der Rest werde noch geplant, für eine raschere Umsetzung fehlten Kapazitäten. Indes hat Altona zwei seiner drei Tempolimits realisiert, und zwar die Parkstraße und den Bahrenfelder Kirchenweg. Ein Teil der Blankeneser Elbchaussee werde 2012 umgebaut.

In Harburg seien drei von acht Tempolimits bereits umgesetzt, wie Sprecherin Beatrice Göhring sagt. Die restlichen fünf sollen 2012 nach Prüfungen und Umbau folgen. Teilweise stehe noch die „verkehrsbehördliche Genehmigung“ aus. Dagegen herrscht in Mitte Stillstand: Der Verkehrsausschuss habe das Thema laut Amtssprecherin Sorina Weiland auf Januar vertagt. 26 Straßen sind dort das Ziel.

Laut Bezirksamt Wandsbek sind bisher drei Tempo-30-Zonen umgesetzt worden und 15 weitere von der Bezirksversammlung beschlossen. Insgesamt sollen 25 Straßen verkehrsberuhigt werden. (nib)

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