Frage der Woche (43): An welchen Stellen ärgerst Du Dich über die Verkehrssituation in Deinem Quartier?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche geht es um den Straßenverkehr im Viertel. Wo gibt es unerfreuliche Nadelöhre, schlecht geschaltete Ampeln, Umleitungen oder Parkplatznot?

Stadtteilreporterin Mira Chopra:

Wie an vielen Stellen in diesem Stadtteil, sind auch am Eppendorfer Baum Parkplätze Mangelware (Bild: E. Hyra)

Wie an vielen Stellen in diesem Stadtteil, sind auch am Eppendorfer Baum Parkplätze Mangelware (Bild: E. Hyra)

In Eppendorf dürfte die größte Problematik wohl die Parkplatzsituation sein. Ob rund um die Martinistraße oder am Eppendorfer Baum, wer hier wohnt und auch noch einen Parkplatz direkt vor der Haustür erwartet, muss viel Geduld mitbringen – oder Benzin. Denn die eine oder andere Runde um den Block muss man meist in Kauf nehmen.

Wer schwere Einkäufe – am besten noch in den vierten Stock – zu tragen hat, kann in Eppendorf nicht mal eben in der zweiten Reihe halten, denn die Straßen sind oft so schmal, dass nur ein Auto durchpasst. Dann heißt es entweder auf die Geduld des Hintermannes hoffen oder eben in mehreren Etappen ausladen und schleppen.


Dicht an dicht stehen die Autos in vielen Straßen Eppendorfs (Bild: dpa)

Dicht an dicht stehen die Autos in vielen Straßen Eppendorfs (Bild: dpa)

Die Parkplatzsituation in Eppendorf ist seit Jahren schlecht und Besserung ist kaum in Sicht. Die CDU hatte deshalb im September einen Antrag beim Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude eingereicht, wonach das Bezirksamt prüfen sollte, an welchen Stellen noch Parkplätze geschaffen werden könnten.

Der Antrag war aber abgelehnt worden. Unter anderem mit der Begründung, dass es ein „bürokratisches Monster ist, wenn das Bezirksamt einzeln nachprüfen muss, an welchen Stellen Parkplätze geschaffen werden könnten“. So erklärte SPD-Sprecher Dr. Jan Freitag die Ablehnung. Kai Elmendorf von der GAL sagte nach der Entscheidung: „Wir wollen keinesfalls den Menschen das Autofahren austreiben. Wir glauben nur, dass im Moment die vorhandenen Gelder für andere Dinge ausgegeben werden sollten. Es wurde in der Vergangenheit einiges in neue Parkmöglichkeiten investiert.“


Fahrradfahrer haben es schwer, ihr Gefährt an der Kellinghusenstraße abzustellen (Bild: T. Schmidt)

Fahrradfahrer haben es schwer, ihr Gefährt an der Kellinghusenstraße abzustellen (Bild: T. Schmidt)

Doch nicht nur mit dem Auto ist es schwierig, einen Parkplatz in Eppendorf zu finden, an einigen Stellen gibt es sogar für Fahrräder keine Abstellmöglichkeiten. So an der U-Bahn-Station Kellinghusenstraße. Hier werden selbst Hecken zu Fahrradständern umfunktioniert.

Einen Parkplatz in Eppendorf zu finden – ob für Auto oder Fahrrad – ist zwar nicht ganz einfach, aber wahrscheinlich ist das der Preis, den man zahlen muss, wenn man in einem so schönen, grünen und gleichzeitig zentralen Stadtteil wohnt. Und die Fußwege zu Bus und Bahn sind meist von jedem Ort in Eppendorf überschaubar.

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Ein Kommentar zu Frage der Woche (43): An welchen Stellen ärgerst Du Dich über die Verkehrssituation in Deinem Quartier?

  1. C sagt:

    Ganz ehrlich? Der vermeintliche Parkplatzmangel in Eppendorf ist nicht unwesentlich der Tendenz zu Zweit- und Drittwagen und platzraubenden SUVs&Co geschuldet.
    Anstatt noch mehr Parkplätze zu Lasten von wertvollen Grünflächen zu schaffen, wäre der Ansatz, den Kiel sehr erfolgreich mit der Parkplakette für CO2 arme Autos (Smarts!) verfolgt, vielleicht auch eine Möglichkeit, um die Situation in Eppendorf deutlich zu entschärfen.

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