Opernstar im UKE: Carreras eröffnet Leukämiestation

{lang: 'de'}

Opernstar José Carreras eröffnet am Dienstag eine neue Leukämiestation im UKE in Hamburg (Bild: dpa)

Opernstar José Carreras eröffnet am Dienstag eine neue Leukämiestation im UKE in Hamburg (Bild: dpa)

Der spanische Opernstar José Carreras hat die nach ihm benannte neue Leukämiestation am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eröffnet. Er tue dies mit der Zuversicht, „dass diese Station eine bessere Behandlung für die Patienten und auch eine bessere Lebensqualität während der Behandlung bieten“ werde, sagte der 64-Jährige am Dienstag in der Hansestadt. Seine Leukämiestiftung hat die neue Station dem UKE zufolge mit 100.000 Euro unterstützt. Davon würden Sportprogramme sowie ein Programm zum Testen neuer Medikamente gefördert, sagte Carsten Bokemeyer, Vorstandsvorsitzender des Hubertus Wald Tumorzentrums am UKE, zu dem auch die Carreras-Station gehört.

Die Patienten sollen auch mit Musik therapiert werden. „Die Wirksamkeit der Musiktherapie beim Heilungsprozess ist allgemein anerkannt. In meinem persönlichen Fall habe ich versucht, so viel Musik wie möglich zu hören“, sagte Carreras. Insbesondere das 2. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow habe ihn die gesamte Erkrankung hindurch begleitet. Carreras war vor rund 25 Jahren selbst an Leukämie erkrankt und durch eine Knochenmarktransplantation geheilt worden.

Der Spanier ist froh, dass das Thema Krebs heute kein gesellschaftliches Stigma mehr ist: „Vor 30, 40 Jahren war das Wort ‚Krebs‘ noch relativ tabu, inzwischen wurde die Krankheit Schritt für Schritt immer mehr von der Gesellschaft akzeptiert.“ Die wissenschaftliche Forschung habe einen großen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung geleistet

1995 gründete er aus Dankbarkeit über seine Genesung die José Carreras Leukämie-Stiftung. Dem Sänger zufolge hat die Stiftung allein in Deutschland in den vergangenen Jahren „mit Sicherheit mehr als 800 Projekte“ gefördert. Die Station am Hamburger UKE ist der Klinik zufolge aus Dankbarkeit für die langjährige Förderung durch die Stiftung nach ihm benannt worden. Die Stiftung hat in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als sechs Millionen Euro in die UKE-Krebsforschung und die Versorgung der dortigen Patienten investiert.


Nadine Pilz

{lang: 'de'}
Be Sociable, Share!
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.