UKE-Mitarbeiter präsentieren ihre Kunstwerke im Erika-Haus

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Die sechste Ausgabe des "UKE-Art" dauert noch bis zum 5. November (Bilder: S. Simic)

Die sechste Ausgabe des "UKE-Art" dauert noch bis zum 5. November (Bilder: S. Simic)

Seit 2006 haben alle kunstinteressierten Mitarbeiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die Möglichkeit, einmal im Jahr ihre Kunstobjekte im UKE auszustellen. Am Donnerstagabend wurde die sechste Ausgabe des „UKE-Art“ im Erika-Haus eröffnet. Dieses Jahr beteiligen sich 31 Künstler mit unter anderem Öl- und Acrylbildern, Aquarellen, Graphiken und Skulpturen bis zum 5. November an der Ausstellung.

„Es ist selten, dass eine Uniklinik ihren Mitarbeitern ermöglicht, ihre Kunstwerke einem großen Publikum zu präsentieren“, sagt Pia Houdek, die seit 2007 mit ihren Bildern an den Ausstellungen teilnimmt. „Meines Wissens ist das UKE sogar die einzige Klinik, die solch ein Kunstprojekt entwickelt hat“, so Houdek. Der Dekan der Medizinischen Fakultät des UKE Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus zeigte sich bei der Vernissage erfreut über die verschiedenen Ausdrucksformen und das künstlerische Potenzial der Mitarbeiter. „Sie zeigen eine andere Seite des UKE“, sagte er.


Rund 150 Kunstfreunde kamen zur Vernissage im Erika-Haus

Rund 150 Kunstfreunde kamen zur Vernissage im Erika-Haus

Die „UKE-Art“-Ausstellungen werden seit fünf Jahren vom Freundes- und Förderkreis des Universitäts-Klinikums Hamburg-Eppendorf organisiert. Prof. Dr. Adolf-Friedrich Holstein, Vorstandsvorsitzender des Kreises stellt ebenfalls seine Gemälde aus. „Kunst ist in meinen Augen ein Ausdruck froher Schaffenskraft, die es sicherlich auch in der Medizin gibt“, erklärt er. Rund 150 Kunstfreunde sind seiner Einladung zur Vernissage im Erika-Haus am 3. November gefolgt. Sie konnten sich die verschiedenen Kunstobjekte, Bilder, Aquarelle, Collagen, Graphiken und Skulpturen ansehen und sich mit den Künstlern austauschen. Einige von ihnen malen nur in ihrer Freizeit, andere haben aber auch Kunstschulen besucht.


Pia Houdek mit ihrer "Plein-air-Malerei" und Impressionen aus Hamburg

Pia Houdek mit ihrer "Plein-air-Malerei" und Impressionen aus Hamburg

Pia Houdek arbeitet in der dermatologischen Abteilung der Klinik und stellt im Erika-Haus ihre Aquarelle, Acrylbilder und Aktzeichnungen aus. Sie interessiert sich schon seit Jahren für Kunst und nimmt seit 2001 regelmäßig an Malkursen teil. „Ich male am liebsten draußen und versuche Stimmungen in meinem Skizzenbuch einzufangen“, erklärt sie. Die Technik heißt „Plein-air-Malerei“. „Wenn ich Gebäude male, hat es nicht unbedingt den Anspruch architektonisch korrekt zu sein, ich lasse die Atmosphäre einfach auf mich wirken.“ Die Stadt Hamburg ist dabei gleichermaßen Motiv und Kulisse für ihre Bilder.


Bettina Steinbach verwendet für ihre Schmuckkreationen Kacheln aus dem Baumarkt

Bettina Steinbach verwendet für ihre Schmuckkreationen Kacheln aus dem Baumarkt

Im Erika-Haus werden allerdings nicht nur Öl-Gemälde und Aquarelle gezeigt. Annelise Schermer, die seit 31 Jahren im UKE arbeitet, ist seit zwei Jahren mit ihren Grußkarten-Kreationen an den Ausstellungen beteiligt. Die Karten mit verspielten Blumen- und Tiermotiven können für 2,5 Euro im Schnitt gekauft werden. Bettina Steinbach, biologisch-technische Assistentin in der Tumorbiologie im UKE, präsentiert ihrerseits eigene Schmuckkreationen. Die 44-Jährige stellt Perlen aus Fimo her und verwendet für ihren Schmuck auch gerne Materialien aus dem Baumarkt.

Eine eher ungewöhnliche Technik wendet Wilhelm T. Preuss an: Er baut Lebensmittel, wie Brot, Wurst oder Olivenmus in seine Kunstwerke ein. Das Objekt „Sein und Schwein“ besteht zum Beispiel nur aus geräuchertem Speck und verschiedenen Wurstwaren von einem Eppendorfer Fleischer. Seine Werke bezeichnet Preuss als „Comedy-Art“ – eine Kunst, die mehrere Sinne ansprechen soll.


Sanja Simic


Ausstellung „UKE-Art 6“ im historischen Festsaal des Erika-Hauses, W29, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52. Am 4. November von 12 bis 18 Uhr und am 5. November von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: kostenfrei.


Annelise Schirmer, seit 31 Jahren Mitarbeiterin beim UKE, stellt ihre neuesten Grußkarten-Kreationen aus

Annelise Schirmer, seit 31 Jahren Mitarbeiterin beim UKE, stellt ihre neuesten Grußkarten-Kreationen aus




Ihre Bilder malt Gabriela Beu mit Pastellkreide, Öl und Temperafarben: Für sie ist der Spachtel "das Allergrößte an der Malerei"

Ihre Bilder malt Gabriela Beu mit Pastellkreide, Öl und Temperafarben: Für sie ist der Spachtel "das Allergrößte an der Malerei"



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Ein Kommentar zu UKE-Mitarbeiter präsentieren ihre Kunstwerke im Erika-Haus

  1. Karl-Heinz Wolf sagt:

    Künstlerisch begabt, schön anzusehen und nun auch noch berühmt. Und ich bin mit diesem
    Menschen befreundet, da färbt doch bestimmt etwas auf mich ab.
    Tschüß Dein Käpten

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