Frage der Woche (29): Welche „Street-Art“ findest Du in Deinem Quartier bemerkenswert?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche geht es um Graffiti und andere Malereien an Hauswänden und Verteilerkästen. Die Stadtteilreporter verraten, wo es in ihrem Quartier für sie sehenswerte „Street-Art“ gibt.

Stadtteilreporterin Lisa Niedeggen:

Die Street-Art ist im Schanzenviertel eindeutig vielseitiger, als in Eppendorf (Bild: L. Niedeggen)

Die Street-Art ist im Schanzenviertel eindeutig vielseitiger, als in Eppendorf (Bild: L. Niedeggen)

Darf Graffiti überhaupt als Kunst bezeichnet werden? Darüber gehen die Meinungen sehr auseinander. Problematisch wird die Street-Art dann, wenn ihr private Hauswände oder öffentliche Gebäude zum Opfer fallen. Dann bewegt sich diese Kunst nicht nur in einer rechtlichen Grauzone, sondern ist zugleich auch eine große Schweinerei.


Hamburgs Nähe zum Hafen spiegelt sich auch in den Graffitis wieder (Bild: L. Niedeggen)

Hamburgs Nähe zum Hafen spiegelt sich auch in den Graffitis wieder (Bild: L. Niedeggen)

Gelegentlich kann das taggen, sprayen und bemalen von Hausfassaden oder Verteilerkästen aber auch der Verschönerung dienen. So wird aus einem hässlichen Betonklotz ein buntes Gemälde, das den Passanten einen Moment innehalten lässt.

Spontan denke ich hierbei an die Street-Art-Legende Banksy. Ein englischer Künstler, der die internationale Szene  mit seinen Werken gewaltig aufmischt. Ihm ist es gelungen, mit seinen subversiven und nicht selten sozialkritischen Gemälden, den öffentlichen Vandalismus in eine neue Richtung zu treiben und die Betrachter zu irritieren.


Das Schanzenviertel zeigt sich von seiner bunten Seite (Bild: L. Niedeggen)

Das Schanzenviertel zeigt sich von seiner bunten Seite (Bild: L. Niedeggen)

Zahlreiche Meropolen von Los Angeles, über Paris und London, bis hin zur Grenzmauer zwischen Israel und dem Westjordanland sind verziert mit seinen Blumensträuße werfenden Autonomen oder sich küssenden Polizisten. Möglicherweise verbirgt sich hinter der ein oder anderen Hamburger Zeichnung bereits auch ein echter Banksy, man weiß es nicht.


Lokalpatriotismus in der Bartelsstraße (Bild: L. Niedeggen)

Lokalpatriotismus in der Bartelsstraße (Bild: L. Niedeggen)

Einen Blick in dunkle Gassen oder versteckte Hinterhöfe zu wagen lohnt sich aber allemal. Hier finden sich oftmals künstlerische Meisterwerke.


Auch in Eppendorf zieren bunte Graffitis die Hausfassaden wie hier in der Erikastraße, Ecke Martinistraße (Bild: L. Niedeggen)

Auch in Eppendorf zieren bunte Graffitis die Hausfassaden wie hier in der Erikastraße, Ecke Martinistraße (Bild: L. Niedeggen)

Ob nun von Banksy oder einem anderen hanseatischen Zeichnern ist dabei egal. Hauptsache es gefällt.

Also Augen auf beim nächsten Spaziergang durch die Straßen!

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