Frage der Woche (34): Was findest du „cool“ in deinem Viertel? Und was eher „uncool“?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche erzählen sie, was in ihrem Quartier das Prädikat „cool“ verdient – und was ihrer Meinung nach eher in die Rubrik „uncool“ fällt. Eure Meinung ist gefragt!

Stadtteilreporterin Inga Kubitzky:

Skater auf dem Marie-Jonas-Platz (Bild: M. Chopra)

Skater auf dem Marie-Jonas-Platz (Bild: M. Chopra)

Cool. Das steht für lässig, locker … eben einfach cool. Hm, wenn ich nun an Eppendorf denke, fällt mir vieles auf Anhieb ein, aber leider nicht „cool“.

Ok, die Skater vom Marie-Jonas-Platz: Die sind cool! Die vielen Beschwerden von sich gestört gefühlten Anwohnern und Ladenbesitzern wiederum sind ziemlich uncool und irgendwie typisch für unser Quartier.

Aber man wohnt ja auch nicht in Eppendorf, um cool zu sein, oder cool zu wohnen. Nein, vielmehr schätzt man die hübschen Parks, den Alsterzugang, die gute infrastrukturelle Anbindung, die hübschen Häuser der Nachbarschaft, den eigenen kleinen „Dorfkern“ entlang der Eppendorfer Landstraße.

Daher lässt es sich auch nur schwerlich sagen, was hier cool oder uncool ist. Schließlich möchte man ja auch niemandem auf den Schlips treten. Fest steht jedenfalls: Eppendorf ist genauso cool wie der Kiez sündenfrei.

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4 Kommentare zu Frage der Woche (34): Was findest du „cool“ in deinem Viertel? Und was eher „uncool“?

  1. Vielleicht nicht direkt uncool, aber sehr traurig ist, dass mein Mann und ich keine bezahlbare Wohnung in Eppendorf finden können. Endlich ist es uns gelungen, in Köln alle Brücken abzubrechen und nach Hamburg aufzubrechen!

    Vor mehr als 25 Jahren war ich das erste Mal in der Isestraße als junge Studentin. Ein tchechisches Fotografenpaar wohnte dort – in dem Teil, in dem die Hochbahn durch die Mitte rattert. Ich fand den Ausblick auf die Eisenkonstruktionen romantisch und das Geräusch der Räder und Schienen weckte Fernweh. Drinnen in der schlauchlangen Wohnung von Iska und Andrej gab es den ganzen Nachmittag und immer wieder Tee aus dem Samovar. Später servierte Iska köstliche Teigtaschen – in stundenlanger Arbeit hergestellt – die in einer kräftigen Brühe badeten.

    Heute wohnen die beiden längst woanders, und ich kann sie nicht mehr besuchen. Sogar die Hausnummer und das genaue Aussehen der Fassade habe ich in all diesen Jahren vergessen. Aber die Erinnerung bleibt und wird jedes Jahr schöner und intensiver.

    Cool ist, dass es seit knapp zwei Wochen einen neuen Flohmarkt unter dem Zug nach Irgendwo gibt. Es war auf jeden Fall sehr voll. Ich hoffe sehr, dass die Anwohner sich darüber freuen und verschmerzen, dass ab und zu die Parkplätze noch knapper werden.

    Wenn ich dann in der Isestraße beim nächsten Mal einen Flohmarkt-Stand mit Büchern aufschlage, dann habe ich meine Lieblingsstraße in Hamburg wenigstens ein paar Stunden für mich.

    Das ist mehr als cool.

    Nelly Fleckhaus

  2. Doris sagt:

    Uncool finde ich Frau Kubitzky, die scheinbar gar nichts von Eppendorf weiß. Kennnt kein Fest, findet nichts cool…..wo kommen Sie her, Frau Kubitzky? Aus Hamburg wahrscheinlich nicht, oder?

    • Holger sagt:

      Wirkt auf mich auch öfter so, als wäre Frau Kubitzky nach Eppendorf strafversetzt worden. Schade drum, denn ganz so „uncool“ ist Eppendorf keinesfalls! Die Skater sind im übrigen genau so wenig „cool“ wie es der gesamte Marie-Jonas-Platz ist. Wo bitte sind die auf den Plänen angekündigten Bäume? Anfangs hieß es, die würden nachgeholt, da es zum Zeitpunkt der Einweihung jahreszeitlich nicht mehr gepasst hätte. Die Jahreszeiten kommen und gehen, von den Bäumen ist nichts zu sehen. Von mir aus auch *irgendeine* bauliche Maßnahme, die dem Platz die Anmutung eines Vorstadtghettos nimmt. Vermutlich ein Zugeständnis an den Öko-Wochenmarkt. Für mich aber nicht nachvollziehbar. Andernorts arrangieren sich Märkte auch mit ein paar „Hindernissen“. So wie der Platz jetzt aussieht, zieht er halt die Skaternovizen an, die hier ihre ersten Versuche mit dem Board absolvieren. Sobald die das Skaten beherrschen, und „cool“ sind, ziehen die woanders hin.

  3. Winterfeld H.K. sagt:

    Uncool sind die vielen Autos, die meine Straße in der ich aufgewachsen bin, zuparken. Es ist
    der Schrammsweg.Cool sind die Hamburger insgesamt. Cool ist die Johanniskirche in der
    ich konfirmiert wurde. Cool ist der Schröderspark, das Holthusenbad und Helmut Schmidt.
    Uncool sind die reichen “ PFEFFERSÄCKE “ die nichts für ihre Stadt übrighaben.
    Seit 38 Jahren lebe ich in Baden-Württemberg, liebe Hamburg-Eppendorf noch immer
    und in meinem Garten weht die Fahne mit dem Hamburger Wappen. Ich bin 73 Jahre alt.

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